Unternehmenskultur und Strategie gehören zusammen!

 Früher war alless besser, auch die Unternehmenskultur!

„Früher seien die Leute noch ausgeruht zur Arbeit gekommen und nicht übernächtigt direkt vom Ferienflieger in die Firma gefahren“, so hört man allenthalben einen Unternehmer poltern oder gar: „Hätte er sich in der Freizeit nicht soviel an den Hals gebunden, so müssten wir ihm jetzt nicht sein Burn-out bezahlen!“

Auch wenn solche Sprüche auf einzelne Fälle zutreffen, so haben sie dennoch etwas Klischeehaftes an sich. Und vor Klischees soll man sich bekanntlich hüten. Denn noch nie hat es eine Zeit gegeben, in der über alle Altersgruppen und sozialen Schichten hinweg landauf, landab soviel für die eigene Gesundheit getan worden ist. Aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten. Fitness-Centers boomen und jeder zweite Mitarbeitende ist ein veritabler (und womöglich veganer) Gesundheitsapostel.

Vom Bodybuilding bis zur transzendentalen Meditation, vom Bäume-Umarmen bis zum Achtsamkeitskurs, überall arbeiten Mann und Frau an ihrem körperlichen und geistigen Wellness. Und die Führungsriege macht es vor: Manager machen den New Yorker Marathon oder keuchen mit der Patrouille des Glaciers tagelang durch das Wintergebirge. Wer vorne mitmischen will, muss sich in Top-Form halten. So heisst es überall.

Moderne Uhren nehmen dem Jogger den Puls und Handys messen die zurückgelegte Distanz beim Shopping. Und wer sich die neueste GoPro auf den Skihelm schnallt, döst nicht stundenlang an der Sonne. Performance muss sein. Immer und überall. Der Leistungsdruck hat voll auf die Freizeit durchgeschlagen. Fast möchte man sagen: durchgeknallt! Die Freizeit ist zum Stress geworden und mit einer gewissen Notalgie erinnert man sich, dass es früher einmal hiess: „Büroschlaf ist der gesündeste“. Doch das war einmal. So schön ist Unternehmenskultur schon lange nicht mehr.

 

Culture eats strategy for breakfast

Die Firmenkultur verspeist die Strategie zum Frühstuck. Der Spruch wird dem Beraterguru Peter Drucker zugeschrieben. Ganz klar, wenn die Belegschaft vor lauter Freizeitstress im Büro pennt, fährt sich die beste Geschäftsstrategie in den Graben. Aber so apodiktisch wie Druckers Spruch daher kommt, so unbesehen will man ihn nicht gelten lassen. Unzählige Studien haben die Auswirkungen der Unternehmenskultur auf die Performance-Faktoren von Unternehmen untersucht.

Mannigfaltige Theorien legen nahe, dass Begriffe wie Vertrauen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden, Integrität, Wertschätzung, Respekt und Fairness, Selbstbestimmung und Mitarbeiterzufriedenheit die Leistung des Einzelnen, insgesamt aber die finanzielle Rendite eines Unternehmens bestimmen oder zumindest stark positiv beeinflussen.

Ebenso klar ist aber auch, dass negative Eigenschaften, wie Misstrauen, Intrigen, Respektlosigkeit, Schlendrian und unausgeschlafene Mitarbeitende die Umsetzung der schönsten Business-Strategy versacken lassen. Kurz gefasst: Gute Kultur wirkt positiv, schlechte negativ. Das tönt banal und klischiert, ist aber oft unheimlich schwierig anzupacken.

 

Der Detailteufel und der magische Funken

Wer eine Strategie umsetzen will, sorgt am besten zuerst dafür, dass die Unternehmenskultur auch zu ihr passt. Die Kultur ist der Nährboden, auf dem die Strategie erblühen kann. Die Förderung der Unternehmenskultur wird somit zu einem strategischen Ziel, ja zu einem integrierenden Bestandteil jeglicher Strategie. Die Förderung der Unternehmenskultur ist jedoch kein einfaches Unterfangen, vor allem stösst sie auf ein grosses Hindernis.

Es ist die Grenze zwischen oben und unten. Die Kultur der Führungsetage ist oft anders als diejenige in der Werkhalle. So sehr sich die eine von der anderen abschottet, so sehr spriesst die andere im Untergrund. Was man zu sehen vermeint, ist nicht was im Alltag herrscht. Was sich aber nur schwer wahrnehmen und analysieren lässt, ist umso schwieriger zu beeinflussen.

Tools wie etwa neue Mitarbeitergespräche werden zwar eingeführt, sind aber ohne die richtige Mischung aus Härte und Empathie, ohne Zielrichtung und Konsequenz zum Scheitern verurteilt. Unternehmenskultur lässt sich nicht messen und was auf dem Papier gut aussieht, vermittelt noch lange nicht Erfolgsstimmung, Begeisterung und Leistungsbereitschaft.

Die Förderung der Unternehmenskultur ist darum Knochenarbeit. Das Schleifen und Feilen an der Unternehmenskultur ist Arbeit am Detail. Wenn man sagt, der Fisch beginne am Kopf zu stinken, so will das heissen, dass die Detailarbeit zu allererst in der Führungsetage beginnen muss. Es sind oft die kleinen unscheinbaren Dinge, die persönliche Integrität, Glaubwürdigkeit und Authentizität vermitteln. Und diese wiederum sind notwendig, um die grossen Ziele plausibel und erreichbar werden zu lassen.

Es ist die achtsame Arbeit an sich selbst, die schliesslich dafür sorgt, dass der magische Funken von einem zum andern springt. Ein Funken, der die Grenzen zwischen den Menschen, zwischen unten und oben überwindet, der alle mitreisst und der zum eigentlichen Kern eines erfolgreichen Unternehmens wird.

 

Fragen beim Funkenschlagen?

Eine unabhängige Sicht von Aussen ist oft Gold wert, um Probleme im Innern zu erkennen und zu bewältigen. Bei allen Fragen zur strategischen Unternehmenskultur und wie Sie den richtigen Funken erzeugen, stehen wir Ihnen mit Theorie, vor allem aber in der Praxis gerne zur Seite. Kontaktieren Sie uns unverbindlich!

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