Spruch der Woche

  • “Sicherheit erzeugt grosse Ängste vor dem Unsicheren!”

    Elfriede Jelinik


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Nehme ich interne Führungskräfte oder hole ich externe?

Der Entscheid für interne Führungskräfte oder für betriebsfremde Verstärkung ist nicht immer ganz einfach. Es ist wie so oft: Es kommt darauf an!
 

Externe Führungskräfte

Zum Beispiel auf die Spezialisierung Ihres Betriebes. Je spezialisierter, desto länger und schwieriger wird es für einen externen Kandidaten werden, sich fachlich und organisatorisch zurechtzufinden. Zudem ist externes Recruiting relativ zeit- und kostenintensiv.

Externe Führungskräfte bringen aber auch Vorteile: Erfahrungen von außen und frisches Know-how werden ins Unternehmen gebracht. Dazu kann nicht zuletzt auch ein neues Beziehungsnetz – Kunden, Lieferanten, Behörden – gehören.

Eine von aussen kommende Person wird Ihr Unternehmen mit anderen, neuen Augen betrachten und eventuell Prozesse und Qualitätsstandards und allgemein im Betrieb geltende Werte und Strukturen hinterfragen. Das kann befruchtend, aber auch mühsam sein. Das kommt auf Situation und Charaktere an.

 

Interne Führungskräfte:  Vorteile und Voraussetzungen

Neben der Vertrautheit mit den betrieblichen Gegebenheiten bieten interne Führungskräfte einen grossen Vorteil: Damit beweisen Sie Ihrer Belegschaft, dass interne Aufstiegsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven keine leeren Versprechungen sind. Das festigt Zusammenhalt, Vertrauen und Verbundenheit mit dem Unternehmen. Gleichzeitig werden zwei wichtige innerbetriebliche Faktoren gestärkt: Motivation und Leistungsbereitschaft. In der Aussenwirkung macht das Setzen auf interne Nachwuchslösungen das Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber.

ABER: Zuerst müsen interne Führungskräfte vorhanden sein. Und solche kommt nicht aus dem Nichts. Sie wachsen im Betrieb. Aus  gewöhnlichen Mitarbeitenden entwickeln sich  mögliche Kandidaten. Voraussetzung ist, dass Wachstum zugelassen und unterstützt wird. Wichtiger als Weiterbildungskurse scheint dabei eine generelle Atmosphäre zu sein, die neben der beruflichen Weiterbildung die Entwicklung der Persönlichkeit im weitesten Sinn fördert und für betriebliche Synergien zu nutzen versteht.

Erfahrene Unternehmer wissen, jedes Wachstum eines Mitarbeitenden enthält auch eine Wachstumsmöglichkeit für das Unternehmen. Investitionen in die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeitenden gehören zu den erfolgreichsten unternehmerischen Investitionen. Sie schaffen ein Klima der Neugierde, Dynamik und Offenheit. Und darin entfalten sich auch mögliche Nachwuchskräfte am besten. Ein von Förderungsbereitschaft getragenes Klima wird rasch zu einem wichtigen Bestandteil einer starken Unternehmenskultur!

 

Interne Nachwuchskräfte brauchen besondere Unterstützung!

In der Regel ist der Schritt vom Kumpel zum Chef nicht ganz einfach. Lästerte man vorher gemeinsam hinter dem Rücken des Vorgesetzten, spürt man jetzt selber die Augen der ehemaligen Kollegen im Nacken.

Daran kann etwas ganz Wichtiges zerbrechen: Freundschaften am Arbeitsplatz. Und diese sind wertvoll. Denn das Zugehörigkeitsgefühl gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen und Freunde am Arbeitsplatz sind fast ebenso wichtig wie im Privaten. Freunde stehen für einander ein und helfen einander. Das steigert die Effizienz der Teamarbeit und stärkt die Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Das Fehlen von Ressentiments macht offener für Innovationen und ein freundschaftlich geprägtes Klima trägt bei zu einer starken Unternehmenskultur.Interne Führungskräfte

 

Wenn nun ein Freund zum Vorgesetzten wird, kann das erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Man kennt gegenseitig die Schwächen und eventuelle Geheimnisse. Das macht verletzlich und vielleicht sogar erpressbar. Der Begriff “Distanz“ ist daher ein wesentliches Thema, das mit einer Nachwuchsführungskraft unbedingt diskutiert werden muss.

 

Führungsausbildung gehört zur  Nachwuchsförderung

Neue interne Führungskräfte müssen sich bewusst sein, dass die richtige Distanz eine Sache des Fingerspitzengefühls ist. Zu grosse Distanz bringt Kälte und mindert die Leistung der Mitarbeitenden. Zu viel Nähe untergräbt die Autorität. Fingerspitzengefühl muss erlernt und entwickelt werden. Coaching kann dabei helfen.

Das Heraustreten aus dem gewohnten Rudel und die Übernahme der Leitung ist ein Prozess, den jede Führungskraft einmal durchläuft. Je besser das Unternehmen  junge Nachwuchskräfte drauf vorbereitet, desto grösser ist der Gewinn, den Unternehmen und interne Führungskräfte aus der Beförderung ziehen. Eine konsequente und kontinuierliche Führungsausbildung ist Teil einer erfolgreichen Unternehmenskultur. Und auf den Erfolg kommt es schliesslich an.