Gesucht: Menschen mit Ecken und Kanten!

Künftig entscheiden noch vermehrt konkrete Lebensentwürfe und entsprechende Leidenschaft über den Erfolg in der Arbeitswelt. Die Kompetenz dazu heisst “Uniqueability”. Das eigene Profil schafft Chancen und Zugänge in neue Berufsfelder.

Sie sind 45 Jahre alt und wollen Ihrem Arbeitsleben neuen Schwung geben. Deshalb vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Biografie-Designerin. Sie unterstützt bei der Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Lebenskonzepts, welches bezahlte Arbeit für Unternehmen (core work), unbezahlte Familienarbeit (family work) sowie freiwillige, wohltätige Arbeit (care work) in Balance bringt.

Ihr Unterstützungsportfolio reicht von der Arbeit an den inneren Einstellungen und Umsetzungsblockaden über die Beratung für den authentischen, äusseren Auftritt bis hin zum Management der virtuellen Biografie im Google-Reich.

Zukunftsträumerei oder Zukunftschance?

Eines ist klar: in den nächsten zwanzig Jahren werden innerhalb und ausserhalb von Unternehmungen neue Berufe und Rollen entstehen, deren Bedeutung und Nachfrage sich aus heutiger Sicht nicht auf Anhieb erschliessen. Doch wer hätte sich vor 15 Jahren vorstellen können, den Titel eines Change Managers auf der Visitenkarte zu finden?

Heute eine hoch spezialisierte Tätigkeit, die in vielen Grossunternehmen und bei renommierten Beratungsfirmen auf grosse Nachfrage trifft. Ähnlich verhält es sich mit dem Wellness-Coach, der Game-Designerin, dem Waldkindergärtner oder der Foodstylistin. Nur wer sich erfolgreich differenziert, wer also schnell und authentisch Produkt-, Service- und Geschäftsmodellinnovationen auf den Markt bringt, bleibt wettbewerbsfähig, denn unsere Wirtschaft ist längst vom materiellen Überfluss geprägt.

Ob es sich nun um Autos, Zahnpasta oder Versicherungsprodukte handelt, die Auswahl ist nahezu unüberschaubar. Unternehmen sind im globalen Innovationswettlauf gefangen. Für die Arbeitskultur bedeutet dies: Unternehmen, denen es gelingt, ihr kreatives Kapital zu pflegen und zu mehren, haben einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil.

Dabei ist Kreativität nicht auf den künstlerischen Bereich beschränkt. Gefragt ist die Fähigkeit, kreativ zu denken und zu handeln bei möglichst allen Mitarbeitern. Und dies ist kein Grund zur Sorge. Harvardprofessorin und Kreativitätsforscherin Teresa Amabile weiss: Kreativität kommt nicht nur von “Kreativen”, sondern ist in allen Menschen angelegt. Kreativität bedeutet künftig: schnell neue Zusammenhänge herstellen, vielfältige Perspektiven einnehmen und frische Fragen an alte Probleme stellen.

Unverwechselbares Profil

Gerade Menschen mit Ecken und Kanten bringen Kreativität, die Fähigkeit “einen Unterschied zu machen” ins Unternehmen. “Uniqueability” heisst die Zukunftskompetenz ein eigenes, unverwechselbares Profil auszubilden. “Wer bin ich? Was macht mir wirklich Freude? Wo sind meine unverwechselbaren Stärken und Talente? Welches Umfeld macht mich stark?” – dies werden die zentralen Karrierefragen sein.

Die Logik dahinter: Wer an seinen Stärken und Talenten arbeitet, hat viel mehr Freude am Arbeiten und diese Freude ist eine unschätzbare Energiequelle und Kreativitätsbooster. Der Faktor Freude beim Arbeiten wirkt auf Leistungsfähigkeit und Kreativität.

Vorsicht allerdings vor Unternehmen, in denen der Angstvirus grassiert. Denn Angst ist ein echter Kreativitätskiller. Frau Amabile hat in 30 Jahren Kreativitätsforschung keinen Hinweis darauf gefunden, dass Angst als Stimulus wirken könnte. Viel mehr ist mehrfach erwiesen, dass Kreativität und Freude eng miteinander verknüpft sind.

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